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Ein Padel-Anfänger findet nach einem großen Schwung seine Position wieder, während drei weitere Erwachsene auf dem graphitgrauen Court spielen.
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Pace Journal

7 typische Padel-Anfängerfehler – und was stattdessen funktioniert

Zu viel Tempo, hektisches Wandspiel oder fehlende Ansagen: Erkenne sieben typische Padel-Anfängerfehler und teste pro Match eine konkrete Verbesserung.

Training

Pace Redaktion

Fast jeder Anfänger schlägt anfangs zu hart, steht einmal am falschen Ort oder wartet bei einem Mittelball auf die andere Person. Das ist kein Talentproblem. Wähle für dein nächstes Match genau einen der sieben Punkte – und beobachte, was sich dadurch verändert.

Stand: 22. Oktober 2026. Pace ist noch in Vorbereitung. Annerod, Wetzlar und Marburg sind noch nicht geöffnet. Buchung und Vor-Ort-Angebote sind erst nach der jeweiligen Standortfreigabe verfügbar.

Wenn Regeln, Ablauf und Ausrüstung noch neu sind, beginne mit dem Pace Anfänger-Guide. Dieser Artikel setzt nach den ersten ein bis fünf Matches an.

Welcher Fehler kommt dir bekannt vor?

  • Zu viel TempoViele Netz- und Glasschläge, kurze Ballwechsel.
  • Zu großer SchwungDer Treffpunkt rutscht hinter den Körper.
  • Getrennte PositionZwischen euch entstehen große freie Räume.
  • Immer hintenDas andere Team kontrolliert dauerhaft das Netz.
  • Stress an der WandHektisches Rückwärtslaufen vor tiefen Bällen.
  • Keine AnsageBei Mittelbällen gehen beide – oder niemand.
  • Nach dem Schlag stehenDer nächste Ball erwischt dich unvorbereitet.

Ein Fokus reicht: Versuche nicht, sieben Dinge gleichzeitig zu ändern. Nimm die Situation, die am häufigsten eure Ballwechsel beendet, und teste nur die dazugehörige Matchaufgabe.

1. Du schlägst jeden Ball zu hart

Daran erkennst du ihn: Viele Bälle landen im Netz, direkt an der gegnerischen Scheibe oder weit außerhalb des kontrollierbaren Bereichs. Der Punkt endet nach ein oder zwei Schlägen.

Darum kostet er Ballwechsel: Der kompakte Court und das Wandspiel belohnen Platzierung und Zeit. Mehr Tempo verkürzt deine Reaktionszeit ebenso wie die deines Partners.

Mach stattdessen: Verkürze die Bewegung und spiele mit sicherer Höhe durch die Courtmitte. Teste: Zählt im Einspielen zehn kontrollierte Rückschläge, bevor ihr Tempo erhöht.

2. Deine Ausholbewegung ist zu groß

Daran erkennst du ihn: Der Ball erreicht dich, während der Schläger noch weit hinten ist. Du triffst spät oder hinter dem Körper. Eine lange Tennisbewegung passt nicht automatisch in den schnelleren Abstand des Padel-Courts.

Mach stattdessen: Bereite den Schläger früh und kompakt vor. Führe ihn kontrolliert durch den Ball, ohne eine maximale Schleife aufzubauen. Teste: Spielt euch aus kurzer Distanz ruhige Bälle zu und haltet die Ausholbewegung bewusst klein.

3. Ihr bewegt euch nicht als Team

Daran erkennst du ihn: Eine Person steht am Netz, die andere nahe der Rückwand. Das gegnerische Team kann leicht zwischen oder diagonal an euch vorbeispielen.

Mach stattdessen: Verschiebt euch ungefähr auf einer Linie – gemeinsam nach vorn, wenn euer Ball Zeit gibt, und gemeinsam zurück, wenn ihr verteidigen müsst. Teste: Nimm vor jedem gegnerischen Schlag kurz die Position deines Partners wahr.

Im Padel verteidigt ihr nicht zwei einzelne Hälften. Ihr verkleinert gemeinsam die offenen Räume.

Pace-Coaching-Merksatz

4. Du bleibst nach jedem Ball hinten

Daran erkennst du ihn: Das andere Team steht am Netz und nimmt eure Bälle früh. Ihr reagiert dauerhaft aus der Defensive. Blind nach vorn zu sprinten wäre allerdings genauso wenig eine Lösung.

Mach stattdessen: Rückt nach einem ausreichend tiefen oder hohen Ball gemeinsam vor. Der Ball muss euch Zeit geben, die neue Position einzunehmen. Teste: Wählt pro Spiel eine bewusste Gelegenheit zum Vorrücken und sprecht sie kurz ab.

5. Du kämpfst gegen die Glaswand

Daran erkennst du ihn: Du läufst hektisch rückwärts und versuchst, jeden tiefen Ball noch direkt vor der Scheibe zu treffen. Häufig fehlt dann Abstand für einen kontrollierten Schlag.

Mach stattdessen: Bei einem geeigneten tiefen Ball seitlich drehen, Raum lassen und den Rückprall abwarten. Teste: Lass im Einspielen fünf ruhige Bälle bewusst über Boden und Rückwand kommen. Der ausführliche Glaswand-Guide erklärt die Entscheidung ohne fortgeschrittene Tricks.

6. In der Mitte sagt niemand etwas

Daran erkennst du ihn: Beide bewegen sich zum selben Ball oder beide bleiben stehen. Besonders Lobs und langsame Bälle durch die Mitte erzeugen Unsicherheit, obwohl genug Zeit vorhanden wäre.

Mach stattdessen: Verwendet kurze, einheitliche Rufe wie „ich“, „du“ und „lass“. Die Ansage kommt früh, nicht erst beim Treffpunkt. Teste: Bei jedem unklaren Mittelball fällt eine hörbare Entscheidung – auch wenn sie später korrigiert werden muss.

7. Nach dem Schlag bleibst du stehen

Daran erkennst du ihn: Der Schläger bleibt unten, das Gewicht hängt noch in der vorherigen Bewegung und der nächste Ball kommt, bevor du wieder orientiert bist.

Mach stattdessen: Beende den Schlag, stelle Balance her und bringe den Schläger wieder vor den Körper. Teste: Sage dir nach jedem eigenen Schlag leise „bereit“, bis die Rückkehr zur Ausgangsposition selbstverständlich wird.

Welchen Fehler korrigierst du zuerst?

Was häufig passiertDein nächster Fokus
Viele eigene FehlerKontrolle und kompakter Schwung
Freie Räume zwischen euchGemeinsame Teamposition
Stress bei tiefen BällenRückwand und Abstand
Zusammenstöße oder ZögernFrühe Kommunikation
Immer einen Schritt zu spätBereitschaft nach dem Schlag

Prüfe bei Unsicherheit noch einmal die Padel-Regeln in fünf Minuten, wähle deinen Fokus und spiele ein neues Match am passenden Pace Standort. Wenn eine Bewegung Schmerzen verursacht oder du bei der Ausführung unsicher bist, reduziere das Tempo und lass sie dir fachlich zeigen.